550 Gäste und anregende Diskussionen bei der 14. Jahrestagung des Münchner Finance Forum e.V. in der Technischen Universität München

Unter der Überschrift „Digitale Transformation der Finanzindustrie“ lockte die traditionelle Jahrestagung des Münchner Finance Forum e.V. mehr als 550 Teilnehmer ins Audimax der TU München. Prof. Dr. Markus Rudolf (WHU) und Prof. Dr. Philipp Sandner (Frankfurt School of Finance and Management) erklärten in ihren Fachvorträgen, wie die Blockchain-Technologie funktioniert, was von Krypto-Währungen, Krypto-Assets und Initial Coin Offerings zu halten ist und welche wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen zu erwarten sind. Björn Waldow (Sixt Leasing SE) gab interessante Einblicke in die digitalen Geschäftsprozesse eines führenden Leasingunternehmens. Dr. Florian Mann (WERK1.Bayern GmbH) zeigte auf, wie in München das Potenzial für Entrepreneurship und Digitalisierung gehoben wird, während sich Prof. Dr. Martin Stuchtey (SystemiQ Ltd.) in seinem Beitrag mit den Auswirkungen des digitalen Wandels auf Wirtschaft und Gesellschaft beschäftigte und Möglichkeiten diskutierte, wie die Gesellschaft in Zukunft ressourcensparende Systeme nutzbar machen kann.  Ein überaus spannender und fundierter Themenmix.

Die lebhaften Diskussionen nach den Vorträgen und in den Pausen zeigten deutlich, dass Digitalisierung die Menschen bewegt und insbesondere die neuen Technologien im Finanzbereich neugierig aufgeregt beobachtet werden. Prof. Dr. Bernd Rudolph führte als Vorsitzender des Münchner Finance Forum e.V. in die Tagung ein, Dr. Alexis Eisenhofer versorgte die sozialen Medien mit Eindrücken des Tages und Dr. Peter Oertmann führte als Moderator durch das Programm.

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110 Gäste beim 23. Kaminabend des Münchner Finance Forum e.V.

Der 23. Kaminabend des Münchner Finance Forum e.V. fand am 1. März 2016 erstmals im neuen Donisl am Marienplatz statt. Thema des Abends waren „Spielfilm-Investments“.

Hanns Beese, Finanzvorstand der Constantin Film, referierte über die Veränderungen und Auswirkungen beim In-Home-Viewing. Der Aufstieg von Amazon Prime und Netflix, die heute bereits schon mehr als zwei Drittel des Subscription Video On Demand Markts auf sich vereinen, verändert die Branche im wesentlichen in zwei Richtungen. Erstens wird das Angebot für den Konsumenten durch die Vorauswahl des „Startbildschirms“ fokussierter, weswegen zweit- und drittklassige Filme eigentlich keine Chance mehr haben. Zweitens entsteht eine neue Marktmacht bei den Anbietern, die vermutlich die Margen der Produzenten deutlich zugunsten der digitalen Weltmarktführer verschieben wird.

Der zweite Vortrag des Abends wurde von Max Wiedemann, Gründer und Geschäftsführer der Wiedemann & Berg Filmproduktion, zum Thema „Erfolgsfaktoren von Spielfilm-Investments“ gehalten. Zusammen mit seinem Schulfreund Quirin Berg studierte er an der Hochschule für Film und Fernsehen in München, wo sie Florian Henckel von Donnersmarck kennen lernten und zusammen mit ihm als dessen Produzenten für den Film „Das Leben der Anderen“ im Jahr 2007 den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ gewannen – im Alter von nur 28 Jahren. Max Wiedemann sieht beim Erfolg von Spielfilmen ein klares Muster in der Zusammensetzung von Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller. Es sind sehr häufig immer die gleichen Personen, die sich behaupten können. Gleichwohl gäbe es keine Garantie für einen Kinoerfolg, weswegen Investoren unbedingt Ihre Anlage streuen sollten.